Schrödingers Kätzchen

Erwin Schrödinger war ein genialer Quanten-Physiker. Berühmt ist sein Gedankenexperiment mit der Katze. Er hat sich ausgedacht, was passieren würde, wenn man sie zusammen mit einem tödlichen Mechanismus in eine Kiste sperren würde.

Beim Mechanismus handelt es sich um ein Quantenobjekt, einen Detektor und eine tödliche Dosis Gift, die beim Ansprechen des Detektors freigesetzt wird. Weil das Quantenobjekt seinen Zustand erst festlegt, wenn man es beobachtet, kann man nicht wissen, ob die Katze lebt oder tot ist, solange man die Kiste nicht öffnet. Sie ist in einem überlagerten Zustand: Gleichzeitig tot und lebendig.
Genaueres erfahren Sie bei Wikipedia. Von dort stammt auch das Bild.

Als Manager habe ich oft ähnliche Situationen erlebt. Beim Besuch einer Produktions-Anlage frage ich, wieso die Anzeige einen falschen Wert anzeigt.
Der Produktionsleiter weiss keine Antwort. Er will sich erkundigen. Darauf erklärt er, es sei eine Ausnahme und bald wäre alles wieder in Ordnung. Sagen wir es so: Ich habe nie eine Anlage besucht, die im Normalzustand war. Zu dumm, dass ich immer im falschen Augenblick da war. Die einzige Erklärung ist: Es gibt keinen Normalzustand. Der Zustand wird erst durch Beobachtung und Nachfrage definiert.

Um die Dinge nicht im Ungewissen zu lassen, muss man nachfragen. Die Frage ist irrelevant, die Antwort auch. Der Chef muss nicht alles wissen. Er kann dumme Fragen stellen, aber er muss sie stellen. Erst die Frage zwingt zur Stellungnahme. Sie beendet den Schwebezustand und klärt die Situation.

CONTEXT zwingt zur Stellungnahme. Der Check-Mechanismus zwingt den Manager immer wieder, sich festzulegen. Das gilt für alles, was dem Computer anvertraut wird. Nur wer periodisch nachgefragt, hat verstanden, was CONTINUOUS IMPROVMENT ist. Ausserdem hilft die Nachfrage, das Haus in Ordnung zu halten.

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